Sitzungsprotokoll vom 21.05.2008

Mittwoch, 21.Mai 2008 um 17:51:00 | Veröffentlicht in Sitzungsprotokolle | Hinterlasse einen Kommentar
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21.05.2008

  • Die Zeit hat eine 3-teilige Sonderausgabe zum 15. Geburtstag des Internets rausgebracht -> Offline Version davon von David geborgt
  • wissenswertes: Am Hans-Bredow-Institut gibt’s eine Studie zum Thema “Jugendliche und Web 2.0″ mit Blog -> das können wir ja mal im Auge behalten  
  • wiedermal die Diskussion: “Was ist denn nun der Unterschied zwischen “Social Media” und “Social Software”? -> Vielleicht mal mit Hilfe eines weiteren Konzepts CSCW rausfinden. -> dazu gibt’s hier einen Aufsatz, der CSCW und Social Software abzugrenzen versucht.  
  • Frage: kann Social Software/Media zur Verfolgung politische Ziele verfolgt werden? -> Die im April 2008 stattfindende KonferenzPolitics: Web 2.0: An International Conference beschfäftigte sich auch mit dieser Frage und bietet eine Menge Forschungsergebnisse zum Thema  
  • Zur Frage wie man am besten die Zusammenhänge zwischen Social Media/Software und “dem Sozialen” erforscht gibt es eine interessante Studie ( Social Media and Politics: Theoretical and Methodological Considerations in Designing a Study of Political Engagement), die uns vielleicht auch als Gerüst für weitere Studien dienen kann.  
  • Weitere Frage: Wird im Zuge der Diskussion um die Waldschlösschenbrücke in Dresden eigentlich Social Software genutzt?

Sitzungsprotokoll vom 07.05.2008

Montag, 19.Mai 2008 um 19:23:14 | Veröffentlicht in Sitzungsprotokolle | Hinterlasse einen Kommentar
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  • Diskussion: geeignete Definitionsversuche betreffend SocialWeb und Social Software > Unterschiede zwischen dem deutschen Begriff “Sozialer Software” und “Social Software” im englischen Sprachgebrauch
  • verschiedene Motivationsaspekte beim Benutzen von sozialer Software im Internet > Rolle des Eigennutzes, führt dieser möglicherweise zu einem    Kollektiv-Nutzen für alle User?
  • Für kommende Sitzungen:  Durchsehen der drei nacheinander erschienenen ZEIT-Beilagen über Internet allgemein
  • Erfahrungsbericht von David bezüglich Online Spielen > positiv vermittelter Ersteindruck bezüglich der geltenden Verhaltensregeln, es findet Wertschätzung des Gegners und anderer Austausch von Höflichkeiten mittels Teamchat statt.

[...] Ergänzung von Torsten folgt

Social Media – Social Software

Montag, 19.Mai 2008 um 18:43:07 | Veröffentlicht in Definitionen und Theorien | Hinterlasse einen Kommentar
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Zu recht treffenden Definitionsversuchen gelangt Robert Scoble, welcher vor einiger Zeit eine Neun-Punkte-Liste für die Definition des Begriffs “Social Media” entworfen hat.  Die entsprechende deutsche Übersetzung ist im Blog von Benedikt Köhler zu finden.

Speziell “Social Software” (Abgrenzung zu “Social Media” gilt es noch zu thematisieren) steht bei meinem geschätzten Kommilitonen Torsten im Blog und untersteht dort ständiger Überarbeitung und Überwachung. [...]

Medienprojekt “Communities” mit Schülern der 6.Klasse

Donnerstag, 15.Mai 2008 um 14:05:00 | Veröffentlicht in Aus der Praxis | 1 Kommentar
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Aus der Praxis 2

Erneut führte der Weg des JugendInfoService an eine Dresdner Schule. Es galt, einer 6.Klasse einer privaten Schuleinrichtung die Abgründe und Gefahren, die sich bei der Benutzung von populären Online-Communities wie dampfer.net, schuelerVZ.net etc. ergeben, aufzuzeigen und dafür zu sensibilisieren im Allgemeinen. Erarbeitung von Medienkompetenz also. Ein Elternabend (ebenfalls mit JIS-Beteiligung) ging diesem Projekt bereits voraus.

Konzeptionell sollte der Einstieg im Stuhlkreis und mit offener Diskussion gelingen. Leider verlief dies doch recht schleppend, möglicherweise waren Fragen in die Schülerrunde wie “Was reizt Dich an Communities?” oder “Warum suchst Du Kontakt zu Unbekannten im Netz?” doch zu überfordernd für manch einen. Die etwas zielgruppenrelevantere Frage (da weniger philosophisch zu beantworten) nach dem “Wozu nutzt Du das Internet?” wurde dann entsprechend Geschlechterstereotyp beantwortet: Jungen spielen mit 12 hauptsächlich, die Kommunikation mit anderen spielt eher eine marginale Rolle. Die Mädchen hingegen, ihren gleichaltrigen Schulkameraden ja entwicklungsbedingt mindestens einen Schritt voraus, legten ihre Prioritäten im Netz ganz klar fest mit “Kommunikation”. Bemerkenswert war doch die erschreckend naive Herangehensweise aller Schüler beim Surfen im Internet. So wird doch viel (Ur-)Vertrauen in Wikipedia gesetzt (“Was dort steht muss ja richtig sein!”) und, dass beim Chatten mit Unbekannten ja doch ein erhebliches Gefahrenpotential besteht, war vielen neu.

Die anschliessend verwendete Powerpoint-Präsentation (die auch schon beim letzten Mal im Gymnasium zum Einsatz kam) wurde interessiert verfolgt. Besonderes Interesse galt den ausgewählten Beispielprofilen, welche anschaulich zeigen, wie in Communities gegen den Jugendschutz verstoßen wird und, noch schlimmer, wo offen kriminelle und politisierende Botschaften bezeugt werden.

Anschliessend sollte auf einem A4-Blatt eine fiktive Maske einer Community-Anmeldeseite ausgefüllt werden. Dies wurde von den Schülern begeistert getan, wobei sich bei den Ergebnissen drei Lager ergaben: Die “Ernsthaften”, die “Spaßigen” und die “Verweigerer”: auch in Klasse 6 gibt es Schüler, welche dem ganzen Online-Treiben nichts abgewinnen können.

Nachdem diese “Trockenübung” dann absolviert wurde, kam es nach einer kurzen Pause zur Praxiskür. Wir wechselten ins Computerkabinett, wo die Schüler dann ihre zuvor auf Papier gebrachten Ergebnisse in die Anmeldemaske eingeben sollten. Das dies nicht eins zu eins umgesetzt wurde, war zu hoffen gewesen. Die Mädchen besaßen sowieso schon beinahe jede ein Profil und so entwickelte sich dann auch eine gewisse Eigendynamik, welche schwer zu beschreiben und charakteristisch ist für junge Menschen im Netz. Wir hingegen nutzten die Minuten der Unaufmerksamkeit und störten die mediale Idylle dann mittels Beamer und dem unmittelbaren an die Tafel projizierten Profils einer Schülerin aus dem Computerkabinett. Die Verwunderung war groß, als bemerkt wurde, dass wir mittels eines Fake-Profils Zugriff auf alle gerade angemeldeten (minderjährigen) User hatten. Dieses Aushebeln des so genannten “Jugendschutzes” bei der Community dampfer.net sorgte dann doch für eine kritische Hinterfragung aller Online-Aktivitäten, was ja auch erreicht werden sollte von unserer Seite.

Insgesamt doch ein positives Resume der Veranstaltung, was auch viele interessierte Nachfragen bzgl. der Thematik gegen Ende dann belegten.

Veranstaltung zu Online-Communities unter Schüler/Lehrer-Beteiligung an Dresdner Gymnasium

Montag, 28.April 2008 um 15:29:01 | Veröffentlicht in Aus der Praxis | Hinterlasse einen Kommentar
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Aus der Praxis

 Im Rahmen einer Anfrage eines Dresdner Gymnasiums gestalteten wir mit dem JugendInfoService Dresden eine Informationsveranstaltung zum Thema Online-Communities.
Dabei standen uns zwei separate Räume in der Schule zur Verfügung, wohin sich jeweils die Schüler- und die Lehrergruppe aufteilte. Ich war der Schülergruppe zugeteilt.

Anwesend waren die Klassen-/Stufensprecher der 8. bis 12. Klassen des Gymnasiums.
Hintergrund, warum überhaupt so eine Informations-/Aufklärungsveranstaltung notwendig wurde, ist das Vorkommen von (Online-)Mobbing gegen Mitschüler und vor allem gegen Lehrer des betreffenden Gymnasiums. 

Die Vorfälle lagen nun schon beinahe 2 Jahre zurück und passierten im bei Jugendlichen überaus beliebten Online-Portal dampfer.net.
Nun sollte sich, besonders von Seiten der Lehrer, beraten werden, wie man in Zukunft mit solchen (virtuellen) Herausforderungen umgehen sollte.

Nachdem jede Gruppe ca. 1,5 Stunden allgemeine Dinge zu Gefahren bei Preisgabe eigener Daten in Online-Communities erfahren hatte und ebenso erfuhr, wie leicht es für Unbefugte ist, sensible Daten den jeweiligen Profilen zu entnehmen und einzusehen, traf man sich danach gemeinsam in einem Raum, um Maßnahmen für die Zukunft im Dialog zu erarbeiten.
Jeweils ein Schüler und ein Lehrer diskutierten dann zu dieser Problematik und als Hauptergebnispunkt konnte festgehalten werden, dass eine öffentliche Bekanntmachung der „Täter“ in der Schule abgelehnt wurde und in Zukunft in jedem (!) Unterrichtsfach solche Aktivitäten in den Online-Communities in irgendeiner Weise aufgegriffen werden sollten.

Im unabhängigen Feedback erfuhr ich später von einer teilnehmenden Person, dass sich diese Konfrontation mit den Lehrern als sehr positiv herausgestellt hat. Es war wohl ein produktives Arbeiten, mit dem Lehrer als quasi gleichgestelltem (Diskussions-)Partner.
Ebenso erfuhr unsere Präsentation über die Gefahren der von Jugendlichen beliebtesten Online-Communities große Aufmerksamkeit und manch einer mag vorsichtiger geworden sein, beispielsweise was das Einstellen ganzer Urlaubsfotoserien bei SchülerVZ/StudiVZ betrifft.

“Ausziehen 2.0″ – Warum entblößen Nutzer von Online-Communities sich so leichtfertig….

Dienstag, 22.April 2008 um 17:58:26 | Veröffentlicht in Artikel - Rezensionen - Texte | 1 Kommentar
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Ausziehen 2.0 – Die Titelgeschichte von ZEIT-Campus Nr.3 Mai/Juni 2008, S.98-107.

In diesem neuen Artikel wird wieder einmal versucht, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, warum der Einzelne so viel von sich preisgibt in sozialen Communities (hier am Bsp. StudiVZ), obwohl man doch nicht wirklich gezwungen werde. Vorausgestellt sei zu erwähnen, dass StudiVZ von der Holtzbrinck-Gruppe übernommen wurde, zu der auch “DIE ZEIT” gehört. In Schutz nehmend muss ich berichten, dass der Artikel dennoch an Sachlichkeit und Unabhängigkeit nichts eingebüsst hat.

Beginnend mit den durchaus beeindruckenden Fakten, dass 5 Millionen StudiVZ-Nutzer eine stetig wachsende Online-Community bilden, die sich auch von personalisierter Werbung nicht haben abschrecken lassen, steht dann auch die Information, dass StudiVZ auf 6,3 MILLIARDEN Page-Impressions (monatlich?) kommt. Deutlich vor den Konkurrenten Facebook oder Wer-kennt-wen.
Von Interesse nun: “Warum gibt man [...] alles leichtfertig von sich preis?” und “Wer liest da eigentlich alles mit?”

> “Aufmerksamkeit”, behauptet der Medienpsychologe Jo Groebel, Leiter des Deutschen Digital-Institut Berlin. Er beschäftigt sich u.a. mit solchen Ereignissen wie DSDS oder MySpace. Zusammen mit ein paar Kollegen gab er das Buch “Privatheit im Öffentlichen Raum” heraus.

Die These(n):  Alles, was in Online-Communities über sich erzählt wird, wird auch gleich mit Aufmerksamkeit belohnt, was wiederum dem Ego sehr gut tut. Das führt nun so weit, dass die heutige (also auch meine) Studentengeneration schon als die “Generation Me” charakterisiert wird. Die narzistischste Studentengeneration dank der Technik allgemein und, besonders dank Web 2.0.
Weiter: Internet hat Aufmerksamkeit demokratisiert, d.h. jeder kann senden, empfangen und empfangen werden. Es sei dank Web 2.0 leicht geworden, sich darzustellen, niemand müsse mehr etwas von programmieren verstehen (= Niederschwelligkeit?!) und das allerschönste dabei, es werde nichts tolles erwartet von einem….(siehe dieser Blog und auch dieser Beitrag :=).

Nun geht es aber weiter im Text mit der Psychologie von StudiVZ: Gruppen als Ausdruck von Solidarisierungsversuchen mit Anderen, eigener StudiVZ-Sprech (bsp. die Gruppe ” Wir trinken Bier nur an Tagen, die mit g enden. Und mittwochs.”, frei übersetzt mit “Ich habe ein Alkoholproblem” :).

Die Offenheit, die an den Tag gelegt wird, erstaune wohl viele Ältere. Es werde bereits gefragt (in soziologischen Kreisen), ob überhaupt noch ein Bewusstsein von Privatheit existiere. Es folgen längere Passagen, wo sich über ‘Privatsphäre’ im Allgemeinen ausgelassen wird, dann allerdings wird der Schuldige gefunden. Es seien entgrenzende Medienspektakel, die hier ihr übriges tun.

Und damit sei die Eingangsfrage schon fast beantwortet, auf den restlichen Seiten des Artikels wird lediglich auf die Gefahren dieser “Neuen Offenheit” (vgl. J.Habermas) verwiesen. Personalchefs würden sich schon länger dieser Daten bedienen und einige Bewerbungsgespräche seien deshalb schon geplatzt. Überhaupt, die Werbung. Das Für und Wider wird diskutiert und es werden auch Vorsichtsmaßnahmen genannt mit medienpädagogischer Ausrichtung, wie der Einzelne sich gegen zu viel Offenheit im Netz schützen kann. Dinge, welche von mir im Praktikum in 5. und 6. Klassen diskutiert werden, haben anscheinend auch für unbedarfte studentische Klientel hohen Nutzwert.

Einschätzung: Nun ja…dies soll der Artikel gewesen sein. Recht unterhaltsam journalistisch aufgearbeiteter Stoff, mit (für mich) wenig Neuem. Für Einsteiger in die Thematik durchaus empfehlenswert.

Diskussion: Wie sozial sind die “Neuen Medien”?

Freitag, 18.April 2008 um 23:43:27 | Veröffentlicht in Diskussionen | 2 Kommentare
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Eine plakative Frage, die sicherlich mehr als eine Antwort kennt. In dieser Formulierung könnte sie wohl auch in bekannten großen deutschen Nachrichtenmagazinen als Aufmacher taugen. Jedoch soll hier ein kleiner Theoriebildungsprozess angeregt werden, wofür so die Fragestellung als geeignet erscheint.

 

 

Sitzungsprotokoll vom 16.04.2008

Freitag, 18.April 2008 um 17:41:06 | Veröffentlicht in Sitzungsprotokolle | Hinterlasse einen Kommentar
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Wie bereits auf http://www.selbst-denken.de/index.php/Main/Output eingetragen, an dieser Stelle nochmal eine Auflistung einiger Gedanken, welche in der 1.(Präsenz-)Sitzung thematisiert wurden:

  • Idee zu gemeinsamem Bookmarking – Netzwerk: bei www.alltagz.de  [ERLEDIGT]
  • Idee zu Wiki zum Seminar – http://soziale-arbeit-und-social-media.wik.is/ [ERLEDIGT]
  • Idee, dass jeder Teilnehmer des Seminars eigenen Blog anlegt [ERLEDIGT]
  • Diskussion: Das Internet zur Selbstdarstellung? Verweis auf Jan Schmidts Studie zu Social Software als Bestandteil des Identitätsmanagement.
  • Diskussion: StudiVZ/SchülerVZ-Profile als konfrontatives Mittel gegen Mobbing an Schulen. Auswertung erster Erfahrungen dazu in der nächsten Woche.
  • Das Fachkräfteportal des Jugendinfoservice Dresden als Möglichkeit der Publikation sozial- und jugendrelevanter Themen
  • Diskussion: Vergleich realer und virtueller (sozialer) Netzwerke

Bisherige Erfahrungen der Seminarteilnehmer zum Thema “Internet und Soziales”:

Dank an Torsten für die Protokollierung:).

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